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Meisterstück aus Holz: Hütter H-28

Veröffentlicht am 15. November 2012
Zugriffe: 13681

Bild/UL-Segelflug.de/TC/Huetter-H28_0255.jpgVom 28. Juli - 04. August 2012 trafen sich auf dem Domberg von Bad Sobernheim 43 ULSF´ler mit insgesamt 20 UL-Segelflugzeugen unterschiedlichster Bauformen und Leistungsdaten. Vom ULF-1 und Banjo, über Swift-light und Swift-E, bis zum Hightech-Segler Archaeopteryx. Fast die gesamte ULSF-Palette war somit auf dem Berg der UL-Segelflieger vertreten.

Ein besonderes Schmankerl war dabei die Hütter H-28 von Helmut Kullmann (83) aus Leidersbach, der diesen Oldie in nur 2 1/2 Jahren gebaut und zum Jungfernflug auf den Domberg mitgebracht hatte. Allein die Form des "neuen Alten" war in der Gruppe der diversen UL-Segelflugzeugtypen ein Augenschmaus, schließlich handelt es sich bei dem Nachbau um ein Einzelstück, das nach Plan komplett aus Holz entstanden ist.

UL-Segelflug.de/Bild/GT/Huetter-H28_0109.jpg

Das Original der Hütter H-28 wurde in den dreißiger Jahren von dem österreichischen Flugzeugkonstrukteur Wolfgang Hütter für den Leistungs-Segelflug entwickelt und gebaut. Der Erstflug des Originals fand bereits im Jahr 1936 statt.

Mit einem Leergewicht von lediglich 106 kg fällt er Nachbau von Helmut Kullmann in die Kategorie der UL-Segelflugzeuge. Mit einer Gleitzahl von 27-28 ist sie Hütter nur unwesentlich "schlechter" als das Banjo mit einer GZ von 29.

UL-Segelflug.de/Bild/DULSV-Woche-2012_C-O-H28_0122.jpg

Wie schon beim Erstflug der GFW-3 von Gerhard Wagner, musste auch diesmal Carl-Otto Weßel als "Versuchskaninchen" -sprich Testpilot- beim Jungfernflug dran glauben. Da Carl-Otto vor gar nichts zurück schreckt, war ihm auch vor diesem Erstflug keinerlei Nervosität anzumerken. Einziges Manko: Der Platz im Cockpit war für Carl-Otto doch etwas zu eng bemessen, so dass er mit der "Cabrio-Haube" vorlieb nehmen musste, was aber auf Grund der vorherrschenden Temperaturen von ca. 38° C natürlich kein Problem war.

UL-Segelflug.de/Bild/DULSV-Woche-2012_C-O-H28_0136.jpg

gt h28-zuschauer 0141

Gespannt verfolgten die Zuschauer den Jungfernflug der H-28 (Helmut Kullmann 2. v.l.), dem die Anspannung förmlich ins Gesicht geschrieben stand.

Zünftig und nach alter Segelfliegertradition, wurde Carl-Otto nach geglücktem Erstflug auch der Hintern versohlt, was er (verständlicherweise) nur zwangsweise und unter erheblichem Protest über sich ergehen ließ. Sein lautstarkes Gezeter hat ihm indes nichts genützt, schließlich musste nicht nur seine Leistung, sondern auch der dafür aufgebrachte Mut, nach alten Ritualen gebührend gewürdigt und "handfest an der richtigen Stelle dokumentiert" werden.

UL-Segelflug.de/Bild/DULSV-Woche-2012_H.Kullmann_0150.jpg

Danach kam die große Stunde des Erbauers, schließlich hat Helmut die H-28 ja nicht für andere Piloten, sondern eigens für sich selbst gebaut. Nachdem Testpilot Carl-Otto die H-28 für "lufttüchtig" erklärt hatte, wurde Helmut von ihm vor seinem ersten Hütter-Flug persönlich mit den notwendigen Hinweisen zur Flugdurchführung versorgt bzw. vorbereitet.

Wie nicht anders zu erwarten, meisterte auch Helmut seinen ersten Start und F-Schlepp mit Bravour, ohne dass die zahlreichen Zuschauern dabei den Atem anhalten mussten.

UL-Segelflug.de/Bild/GT/Huetter-H28_im_Flug_0245.jpgUL-Segelflug.de/Bild/GT/Huetter-H28_im_Flug_0250.jpg UL-Segelflug.de/Bild/DULSV-Woche-2012_H.Kullmann-H28_0260.jpg

Einmal in der Luft und vom Gängelband der Schleppmaschine befreit, schien der Erbauer seinen ersten Flug im Cockpit seines neuen Flugzeuges sichtlich zu genießen.

UL-Segelflug.de/Bild/GT/H28-Landeanflug_1_0268.jpg

Auch der am Ende des ersten Fluges unvermeidliche Landeanflug wurde vom Piloten gekonnt gemeistert und verlief ohne Zwischenfälle ...

UL-Segelflug.de/Bild/GT/H28-Landeanflug_2_0269.jpgUL-Segelflug.de/Bild/GT/H28-Landeanflug_3_0270.jpg

... auch wenn die beiden Bilder den Anschein erwecken, dass sich der Pilot verflogen hätte und gerade eine bevorstehende Außenlandung vorbereiten würde, wobei der Eindruck selbstverständlich täuscht. Die ungewöhnliche Perspektive ist allein dem Standort des Fotografen geschuldet, der die Bilder von einer Anhöhe außerhalb des Flugplatzes geschossen hat.

Nachdem die Landung auf der Kufe (das Fahrwerk wurde nach dem Start natürlich abgeworfen) problemlos klappte, war die Freude über den erfolgreichen Erstflug natürlich auch bei Helmut riesengroß, als er unter großem Beifall an den Startplatz zurückgekehrt war und die Glückwünsche der Fliegerkameraden entgegennehmen durfte.

Die Flugsaison 2013 lässt zwar noch eine Weile auf sich warten, aber wir alle wünschen Helmut Kullmann hierzu viel Spaß und allzeit Happy Landings.

Kommentare   

 
#1 Dietmar Poll 2012-12-21 22:45
Hallo Helmut
Herzliche Gratulation, großartiges Flugzeug.
Vor kurzem durfte ich einen Habicht vor Publikum zum ersten Mal kunstfliegen, auch ein unvergeßliches Erlebnis, http://www.youtube.com/watch?v=kK1Fun0332o,
Dietmar, Habicht.

Glück Ab, Gut Land
Dietmar Poll
 

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