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Rückblick auf die 14. Sobernheimer Banjo-Woche 2015

Veröffentlicht am 02. Juni 2015
Zugriffe: 1417

http://UL-Segelflug.de/images/14.Sobernheimer_Banjo-Woche-2015_Teilnehmer_7823.jpgDie 14. Sobernheimer Banjo-Woche 2015, die in der Zeit vom 18.-22. Mai 2015 auf dem Berg der UL-Segelflieger stattgefunden hat, ist wieder einmal gut gelaufen. Insgesamt waren 11 Teilnehmer zur Umschulung nach Bad Sobernheim gekommen, von denen am Ende acht die UL-Segelfluglizenz erworben haben. Ein Teilnehmer ist bereits seit längerer Zeit im Besitz der Lizenz und wollte die Woche einfach nur zum stressfreien Banjo-Fliegen nutzen, was er auch sehr ausgiebig machen konnte. Zwei weitere Teilnehmer hatten nach dem Einweisungsvortrag auf die Umschulung verzichtet, da sie mit falschen Vorstellungen zum den UL-Segelflug zu uns auf den Domberg kamen.

Dass jemand extra zur Umschulung zum Domberg kommt und nach der morgendlichen "Einweisung in die Besonderheiten des Ultraleicht-Segelfluges" auf die Umschulung verzichtet, das gibt es eher selten, kommt aber ab und an auch schon mal vor. Wer sich für langsame Fluggeschwindigkeiten und limitierte Streckenflüge nicht begeistern kann, sich eher bei hohen Geschwindigkeiten und möglichst vielen OLC-Punkten zuhause fühlt, der kann sein Glück und seinen Spaß beim UL-Segelflug nicht finden. Das ist überhaupt nicht tragisch oder schlimm, schließlich soll bei uns nicht mit Gewalt missioniert und die Leute vom UL-Segelflug überzeugt, geschweige denn vom "schweren Segelflug" abgebracht werden. Das Motto heißt einfach: Das eine zu tun, ohne das andere zu lassen.

Aus diesem Grunde wird in Bad Sobernheim auch sehr viel Wert darauf gelegt, die tägliche Umschulung mit einem relativ langen und sehr ausführlichen Einführungsvortrag zu eröffnen. Dabei geht es nicht nur um die Schönheit, die Faszination der Einfachheit sowie die behördlichen Erleichterungen in dieser Luftsport-Sparte, sondern auch um mögliche Schwierigkeiten und Gefahren, die so ein "ungewohntes Leichtgewicht" von 120 kg oder weniger mit sich bringt. Schließlich handelt es sich bei UL-Segelflugzeugen weder um Modellflugzeuge noch um Spielzeuge, die im Notfall auch alleine fliegen, sondern um zwar sehr leichte aber gerade deshalb nicht unbedingt leicht zu beherrschende "richtige" Segelflugzeuge. Zumindest, was den Umstieg von den Schwergewichten und die ersten Flüge betrifft, hat erfahrungsgemäß jeder Umsteiger erst mal seine Schwierigkeiten. Denn während F-Schlepp und die Flugzeugbeherrschung im Flug noch relativ einfach sind, liegt die überraschende "fliegerische Herausforderung" für die Allermeisten im letzten Flugabschnitt von "Position" über "Quer- und Endanflug" bis hin zur endgültigen Landung.

Nun gut, der Rest der Truppe ist erwartungsgemäß natürlich "bei der Stange" geblieben und die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer blieb auch länger als nur einen Tag. Ein einzelner Teilnehmer hat es in der Woche nicht bis auf das Banjo gebracht, da dieser als Drachenflieger mit vorheriger Segelflugausbildung an einer Flugschule zu uns kam. Dort hatte er zwar die Alleinflugreife im Windenschlepp erreicht, jedoch bisher nur einen einzigen F-Schlepp absolviert. Bei ihm ging es also von Anfang an nicht darum, möglichst schnell den ULSF-Schein zu erwerben, sondern erst einmal die doppelsitzige F-Schlepp Ausbildung zu beenden und dann erst auf das Banjo umzusteigen.

Am dritten Tag gab es noch Besuch von einem SWR 3-Filmteam, das für die abendliche Landesschau Rheinland-Pfalz einen kurzen Film über den Segelflug auf dem Domberg drehte. Wettermoderator Michael Bundt sowie seine beiden Kameramänner hatten dabei auch die Gelegenheit, mit Fluglehrer Helmut Schwägler einmal in der Verbands-Ka13 in die Luft zu gehen, die seit Anfang 2015 auf dem Berg der UL-Segelflieger beheimatet ist.

http://UL-Segelflug.de/images/GT_14SBW_SWR3-Team_Markus-Bundt_7810.jpg

Ein kurzer aber sehr schöner Film (Start bei 23:00´), der nicht nur perfekt moderiert worden ist, sondern bei dem die einzelnen Filmszenen auch passend geschnitten worden sind.

http://UL-Segelflug.de/images/GT_14SBW_SWR3-Team_Markus-Bundt_2235.jpg

Leider hatten wir in den ersten drei Tagen mit reichlich Wind zu kämpfen, so dass in dieser Zeit, außer Überprüfungsstarts auf Ka13, keine Banjo-Umschulung möglich war. Zumindest die vielen Raubvögel, die in der Gegend des Dombergs zuhause sind, nutzten die guten Aufwinde am Domberg-Hang für intensive "Trainingsflüge".

http://UL-Segelflug.de/images/GT_14.Sobernheimer_Banjo-Woche-2015_Abendstimmung-Raubvoegel-am-Domberghang_7802.jpg

Wie immer, so beginnen die stressfreien Sobernheimer ULSF-Veranstaltungen mit einem gemeinsamen Frühstück am reichhaltigen LSVRP-Frühstücks-Buffet, das auch diesmal von allen Teilnehmern sehr geschätzt und genossen wurde.
http://UL-Segelflug.de/images/GT_14.Sobernheimer_Banjo-Woche-2015_Teilnehmer-beim-gemeinsamen-Fruehstueck_2248.jpg

Kommentare   

 
#1 Markus Bongers 2015-06-11 21:16
Vorfliegen unter einer Aufreihung, ganz leicht in den Rudern den Bewegungen der Luft nachfühlen, noch ein kleiner Schlenker, der Varioton steigt in trillernde Höhen, jetzt! Im Einkreisen sehe ich ihn. Der gefiederte Kollege fliegt genau auf meiner Kreisbahn, wir haben Blickkontakt, Entfernung: Sehr nah! Jetzt schwingt er gleich über gefaltete Flügel ab, um mich auf angemessener Distanz zu halten, denke ich. Nein! Völlig verblüfft erlebe ich zum ersten Mal, dass ein Greifvogel völlig entspannt in solcher Nähe mit mir kreist. Erstmals in knapp tausend Flugstunden sitze ich auch nicht in einem Segelflugzeug, sondern in einem UL-Segelflugzeug vom Typ Banjo. Mir fällt ein, was Jochen von Kalckreuth, der große Alpenflugpionier, einst geschrieben hat: "Denke ich heute an jene Flüge (...), dann weiß ich, dass es lustiger nie mehr geworden ist. Schneller und eleganter sicher und weiter allemal. Doch nicht so vogelgleich." Warum eigentlich nicht?
 

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