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Ich habe verstanden.

Song-Aufrüstung für den motorlosen Streckenflug mit LX-Helios

Veröffentlicht am 29. März 2017
Zugriffe: 1075

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1710_Song_meets_Helios/TS_Klaus_Cockpit-Song_Klonner2.jpgNein, ich bin noch nicht mit meinem neuen Song geflogen. Auch sitze ich hier noch nicht im Cockpit meiner KB3. Trotzdem mache ich mir seit längerer Zeit schon heiße Gedanken darüber, wie ich mein I-Brett segelflugtauglich machen und für den motorlosen Streckensegelflug aufrüsten kann. Klar, dass für meine Streckenflugambitionen die werksseitige Grundausrüstung weit weg ist von dem, was ich als passionierter Segelflieger unbedingt brauche. Doch mit etwas Gehirnschmalz, Arbeit und natürlich auch der Investition diverser Euronen, dürfte mein "personalisiertes I-Brett" dann auch meinen Wünschen entsprechen.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1710_Song_meets_Helios/GT_Song_I-Brett_IMG_2706.jpgI-Brett meiner Kilo-Bravo-Drei in der standardmäßigen Auslieferungskonfiguration

Zum Glück ist auf dem I-Brett ausreichend Platz vorhanden, so dass ich dieses völlig neu konzipieren kann. Die Breite und die obere Kontur wird zwar erhalten bleiben, doch die beiden Ausschnitte für die Oberschenkel können weiter nach unten gezogen werden, ohne meine Beinfreiheit dadurch erheblich einzuschränken. Auch kann das nach unten verlängerte Mittelstück problemlos etwas breiter und auch etwas länger sein. Platz genug, um danach instrumentenmäßig kräftig aufzurüsten.

Mattschwarze Abdeckung mit einem 5-8 cm breiten Überstand nach vorne, um das Display meines direkt darunter quer platziertes iPAD-mini so gut wie möglich abzuschatten. Links und rechts davon ein analoger 80 mm Fahrt- und Höhenmesser, da ich egal was kommt, zwei zuverlässige und analoge Zeigerinstrumente haben möchte. Nostalgie pur, aber immer sehr gut ablesbar und ausfallsicher!

Unter meinem iPAD mit iGlide wird ein neues LX-Helios eingebaut, das mein mit meinem Banjo mitverkauftes Borgelt B-500 ersetzen wird. Nach griechischer Mythologie war Helios der Sonnengott dessen Aufgabe es war, den Sonnenwagen von Ost nach West über den Himmel zu lenken, der von vier Hengsten gezogen wurde. Dabei ging Eos (Göttin der Morgenröte) vor ihm, um ihm den Weg für ihren Bruder vorzubereiten. Dahinter folgte seine Schwester Selene (Mondgöttin). Alle drei sind es, die den Lauf der Gestirne am Himmel lenken. Und mit dem griechischen Sonnengott an Bord müsste es doch möglich sein, mit meinem Song erfolgreich Streckensegelflug zu betreiben.

Beim LX-Helios handelt es sich um einen kleinen Tausendsassa, der mehrere Instrumente bzw. Funktionen in einem 57 mm-Instrument vereinigt.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1710_Song_meets_Helios/GT_LX-Helios_Hauptdisplay_Copyright_LX-Navigation-Germany.jpghttp://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1710_Song_meets_Helios/GT_LX-Helios_Flight-Info_Copyright_LX-Navigation-Germany.jpghttp://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1710_Song_meets_Helios/GT_LX-Helios_Thermikassistent_Copyright_LX-Navigation-Germany.jpg

Die für den Streckenflug für mich wichtigsten Werte sind hier im linken Bild zu sehen. Mittels Drehknopf (links unten) kann schnell und problemlos von einer Seite im Centerdisplay zur nächsten weitergeschaltet werden.

Die zweite Seite ist die Fluginfoseite, auf der Startzeit, Flugdauer, sowie das Höhenbarogramm eingeblendet werden.

Auf der dritten Seite erscheint der Thermikassistent, wobei böse schwäbische Zungen hierzu behaupten: "Wer d´Thärmik näd im Arsch schbiert, dem nutzt dä Thärmikassischdänd au nix"! Reine Geschmacks- oder Ansichtssache, wozu man auch sagen könnte: "Nutzt´s nix so schad´s nix"!

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1710_Song_meets_Helios/GT_LX-Helios_Flarm_Copyright_LX-Navigation-Germany.pngAus meiner Sicht für jeden Streckenflieger interessant und unterwegs von unschätzbarem Wert, ist die Seite mit Flarm-Radar. Schließlich kann man dort Kameraden in der Thermik bis ca. 5 km Distanz erfassen. Durch Selektierung mittels Drehknopf werden auf dem Display dann neben der räumlichen Distanz auch die aktuellen Steigwerte, sowie die relative Flughöhe in Bezug zur eigenen Flughöhe angezeigt. Dies natürlich nur dann, wenn die so empfangenen Signale im Flarm des Kameraden nicht per "Tarnkappenfunktion" unterdrückt worden sind. Zum Glück tarnen sich so allerdings meist nur diejenigen, die anderen Fliegern diesen Vorteil nicht gönnen, was außerhalb von Wettbewerben aber die Ausnahme sein dürfte. Selbstverständlich steht dieses Helios-Sahnehäubchen nur dann zur Verfügung, wenn das Gerät mit externen Flarm-Daten versorgt wird.

Realisiert wird die Flarm-Einspeisung bei mir mit meinem altbewährten Flarm-Classic (F6), das mit seiner kleinen Zahnstocher-Antenne voraussichtlich mittig auf der Oberseite der I-Brett Abdeckung platziert wird. Gegebenenfalls werde ich das Flarm aber auch auf der rechten Seite ins I-Brett integrieren. Zum besseren Empfang plane ich dann auch die Zahnstocherantenne durch eine Außenantenne zu ersetzen. Kommt Zeit kommt Rat!

Das folgende Bild zeigt den Strukturaufbau der Hauptseiten, den ich mit freundlicher Genehmigung von Dieter Schwenk (LX-Navigation Germany), dem Betriebshandbuch des LX-Helios entnehmen konnte.

 

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1710_Song_meets_Helios/GT_LX-Helios-Mainpage-Structure_Copyright_LX-Navigation-Germany.png

Selbstverständlich gibt es auch eine interne Datenbank, in der man eine reichliche Auswahl von Flugzeug-Polaren finden und nutzen kann. Flugzeug-Polaren von Flugzeugtypen die dort (noch) nicht integriert sein sollten (z.B. mein Song), können selbstverständlich selbst eingetragen werden.

Wenn durch den Anschluss einer GPS-Mouse respektive eines Flarm, GPS-Daten zur Verfügung stehen, dann kann das Helios auch als einfaches Navigationsgerät genutzt werden. Hierzu muss man dann lediglich die benötigten Waypoints in die Datenbank laden. Auch den integrierten G-Messer halte ich für eine gute und sinnvolle "nice to have Geräteerweiterung", insbesondere für Flieger der 120 kg-Klasse. Auch das Logbook leistet gute Dienste, aus dem man schnell und einfach die Daten seiner Flüge für das Flugbuch entnehmen kann.

Wer sich für ein Helios interessiert und sich ausführlich über die gesamte Palette der Gerätefunktionen informieren möchte, der kann hier das Handbuch als PDF herunterladen.

Mit einem Gerätepreis von 702 € (inkl. 19% Raubritter-Zwangsabgabe), erhält man ein E-Vario mit vielen nützlichen Funktionen, das sicherlich für jeden Piloten mit Ambitionen für den motorlosen Streckensegelflug eine erschwingliche Investitionsgröße darstellt. Wem die Möglichkeiten und Funktionen des Helios nicht genügen, der müsste etwas tiefer in die Tasche greifen und in ein LX-Eos 80 lite (1.190 €), ein LX-Eos (1.390 €), ein LX-Era 57 (1.490 €), oder in ein LX-Era 80 (1.590 €) investieren. Zu diesen Preisen käme dann natürlich noch die bei uns übliche Zwangsabgabe von 19 % hinzu.

Das von mir gewählte LX-Helios ist somit die preisgünstigste Variante, die für meine Bedürfnisse aus heutiger Sicht völlig ausreichend ist. Als einziger Maluspunkt am Helios wäre zu erwähnen, dass es keine Umschaltmöglichkeit auf Sollfahrtanzeige gibt. Hierfür muss der etwas umständlichere Weg über die McCready-Seite gegangen werden, womit ich aber durchaus leben kann.

Handbücher der unterschiedlichen LX-Variotypen können auch auf der Website von Dieter Schwenck (LX-Navigation Germany) im Downloadbereich heruntergeladen werden. Wer zur Aero nach Friedrichshafen fährt, der kann sich dort am LX-Messestand (Halle B5-245) ausführlich über alle Gerätetypen informieren. Dieter Schwenck mit reichlich Streckenflug- sowie LX-Grätekompetenz für ausführliche Beratungsgespräche zur Verfügung stehen.

P.s.: Fehlt dann nur noch eine gut funktionierende TE-Düse, über deren Einbauort und Schlauchverlegung ich mir natürlich auch schon meine Gedanken mache. Hierfür würde ich gerne meine altbewährte esa-Düse mit drei Druckabnahmen für Staudruck, Statikdruck und TE verwenden, die ich gegen das Staurohr in der Rumpfspitze austauschen könnte. Muss ich mir demnächst aber erst noch einmal ausführlich am Objekt betrachten.

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