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Letzte Modifikationen vor Inbetriebnahme

Veröffentlicht am 10. September 2017
Zugriffe: 688

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/TS_Klaus_KB3_JU-Hintergrund.jpgNach nunmehr erfolgreicher Endabnahme mit Leergewichts- und Schwerpunktbestimmung sowie einer weiteren Wägung zwecks Bestimmung des tatsächlichen Abfluggewichtes - also Flugzeug plus Pilot, plus Ausrüstung und Verpflegung, plus Sprit, konnte meine KB3 am 14. August 2017 endgültig übernommen und die Kennzeichen angebracht werden. Drei Testflüge rundeten die Abnahme ab, so dass ich am 16. August mit Hänger und Flugzeug zurück in den Odenwald fahren konnte.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/GT_KB3-Kennzeichen.jpgNach erfolgreicher Endabnahme und Verwägung in Wildberg, waren auch schnell die Kennzeichen angebracht
Den Rest der Woche verbrachte ich damit, über der Hängerachse einen „Betriebsmittelkasten“ für meine zwei Spritkannister, einen 5 ltr.-Kanister Mischungsöl sowie einen 5 ltr.-Kanister Getriebeöl einzubauen. Etwas mehr als 30 kg konnten damit vom vorderen Stauraum in den Neutralbereich über der Achse verlegt werden, wodurch die Stützlast auf die Anhängerkupplung gewaltig reduziert werden konnte.

Für die folgende Woche war zwar perfektes Flugwetter vorhergesagt, doch wollte ich vor meinen ersten Flügen über den Odenwald noch ein paar für mich wichtige Modifikationen am Flugzeug durchführen.
An erster Stelle stand dabei natürlich die Einkürzung des überlangen Steuerknüppels, der mir bereits bei meinen ersten Testflügen in Wildberg „sehr unsympathisch“ war. Insgesamt sind dem Rohrschneider dabei ca. 12 cm Alurohr zum Opfer gefallen, so dass jetzt der Steuerknüppel sehr gut in der Hand liegt und auch Fahrwerks- und Propellerbremse recht komfortabel zu bedienen sind. Außerdem ist durch die Einkürzung auch das Display des „FlyHenry“ nicht mehr vom Knüppelgriff und meiner Hand verdeckt und kann in allen Knüppelstellungen problemlos abgelesen werden. Allerdings stört mich auch weiterhin der Fahrrad-Bremshebel am Knüppel, für den ich derzeit noch nach einer guten Alternative suche. Gut Ding braucht Weile!
http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/GT_KB3-Knueppel-eingekuerzt.jpgKnüppel nach der Einkürzung auf komfortable Länge

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/GT_Knuppelgriff-gekuerzt_FlyHenry-frei.jpgJetzt ungestörter Blick auf das Display von "FlyHenry"
Im gleichen Arbeitsgang habe ich außerdem die Federtrimmung ausgebaut, die sowohl nach allgemeiner Meinung wie nach eigener Erfahrung, doch recht wirkungslos ist. Eine elegantere und vor allem wirkungsvollere Trimmungsvariante könnte hingegen der Einbau einer herkömmlichen Federtrimmung sein, die am Gestänge unterhalb der Sitzschale angebracht werden könnte. Ob das so funktioniert, muss ich mir nach Ausbau der Sitzschale aber erst mal etwas genauer anschauen. Denke aber, dass dies möglich ist.
Ein weiterer Punkt, den ich bei meinen ersten Probeflügen in Wildberg ebenfalls bereits bemängelt hatte, war der hellgraue Instrumentenkasten, der sich in der Haube kräftig spiegelt und je nach Sonneneinstrahlung die Sicht nach draußen erheblich behindert. Außerdem fehlte mir die gewohnte I-Brett Abdeckung mit ausreichendem Überstand über den Instrumenten, was wiederum zu störenden Spiegelungen der Instrumente in der Plexiglashaube führt. Digitale Anzeigen werden dadurch teilweise unlesbar.
Dieses Manko ist mit einer leichten GfK-Abdeckung mit 10 cm Überstand als Schattenspender für die Instrumente und mattschwarzer Lackierung bereits beseitigt, so dass ich jetzt einen ungestörten Durchblick durch die gesamte Haube habe.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/GT_I-Brett-Abdeckung.jpg
Neue I-Brett Abdeckung mit 10 cm Überstand zur Instrumentierung

Als Flugleiter hat es mich immer genervt, dass Segelflugzeuge im Endanflug oftmals erst im letzten Augenblick erkennbar werden. Gegen die untergehende Sonne, vor weißen Cumuluswolken oder bei diesiger Sicht mit weißgrauem Wolkenallerlei als Hintergrund, sind weiße Segelflugzeuge mit ihrer schlanken Silhuette meist nur sehr schwer auszumachen. Ganz im Gegensatz zu anfliegenden Motorflugzeugen mit eingeschaltetem Landescheinwerfer. Somit war klar, dass mein Song mit einem Landescheinwerfer ausgerüstet werden muss. Selbstverständlich gab es für diese Modifikation ein paar technische Voraussetzungen, die so ein „Landing-Light“ erfüllen musste: leuchtstark, klein, leicht und kostengünstig. Fündig geworden war ich erwartungsgemäß im Internet bei einem Lieferanten aus dem „Reich der Mitte“. Der ganze Spaß war für unter 10.- € zu haben. Da ich damit wohl kaum etwas verkehrt machen konnte, hatte ich die Bestellung bereits vor einigen Wochen aufgegeben. Eine Woche nach der Bestellung war das "chinesische Ü-Ei" bereits angeliefert. Fünf Zentimeter Durchmesser, ein Gewicht von weniger als 50 Gramm und unerwartet leuchtstark war der Scheinwerfer mit seinen vier LEDs obendrein.
Jetzt ging es also bloß noch darum, den richtigen Einbauort an meinem Song zu finden. Eigentlich wollte ich den Scheinwerfer vor dem Bugfahrwerk unten am Rumpf befestigen, wofür ich allerdings zwei Bohrungen für die Befestigungsschrauben sowie ein weiteres Loch für die Kabeldurchführung in die Rumpfschale hätte bohren müssen. Doch der bloße Gedanke, den Rumpf mit mehreren Löchern zu „durchsieben“, bereitete mir Unwohlsein. Also suchte ich nach einer anderen Einbaumöglichkeit, bei der ich auf Löcher im Rumpf möglichst verzichten konnte. Die eleganteste Lösung fand ich in der Anbringung des Scheinwerfers im Cockpit vor dem Instrumentenkasten und mit zwei Schrauben auf der I-Brett-Abdeckung. Schon ist mein Song im Landeanflug für den Türmer nicht mehr unsichtbar, sondern bereits aus großer Entfernung bestens zu erkennen! Das Landelicht ist somit nicht nur ein "Hingucker", sondern eine sinnvolle Ausrüstungserweiterung.
http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/GT_KB3-Landinglight.jpg
Erster Test des Landescheinwerfers im Hänger nach der Installation - extrem leuchtstark

Beim ersten Alleinaufbau bei strahlendem Sonnenschein wurde „das schwarze Loch im schwarzen Loch“ zum größten Problem. Gemeint ist damit, bei abgenommenem Handlochdeckel für die äußeren Flächenbolzen, das schwarze Bolzenloch in der tiefschwarzen Carbonwand zu finden. Ein absolut schwieriges Unterfangen, da die Augen vom grellen Weiß der Tragflächen-Oberfläche geblendet, die Iris auf die kleinste „Blendenöffnung“ reduzieren. Dafür gab es nur eine Lösung, nämlich die tiefschwarze Carbonwand mit weißer Farbe zu streichen, wodurch das schwarze Bolzenloch jetzt gut zu sehen und der Flächenbolzen problemlos einzuführen ist. Kleine Ursache - große Wirkung!
http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/GT_Bolzenloch-Flaechenbolzen-aussen.jpg
Erster Anstrich der tiefschwarzen Carbonwand mit weißer Farbe - ein zweiter Anstrich wird der Optik wegen selbstverständlich folgen

Auch der Alleinaufbau mittels selbst gebauter und elektrisch verstellbarer Aufbauhilfe klappt nach drei Modifikationen jetzt problemlos, so dass ich meine Konstruktion für Nachmacher ohne Einschränkung empfehlen kann.
http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/GT_Aufbauhilfe.jpg
Aus vormals einer Achse mit zwei festen Rädern wurden zwischenzeitlich zwei Achsen mit vier Schwenkrollen

Mit diesen Modifikationen konnte ich meine KB3 am 26. August 2017 dann endgültig in Betrieb nehmen. Und für meine ersten Odenwald-Flüge hatte ich auch schon „Großes“ vor. Vom neuen Stationierungsort Michelstadt im Odenwald sollte es zweimal zum großen alljährlichen Flugtag nach Bensheim gehen und somit zum Rendezvous mit Tante JU!
Gleichzeitig wurden damit aber auch meine ersten „Song-Überlandflüge“ im reinen Motorflugbetrieb in Angriff genommen, denn zu meinem Leidwesen war an beiden Tagen an Thermik leider nicht zu denken. Aber egal wie - die KB3 war damit „finally airborn“!
http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2017/1719_Letzte_Modifikationen/GT_D-MZKB_mit_Tante-JU.jpg
Rendezvous mit Tante JU am Flugtag in Bensheim

Allerdings hielt der erste Flug von Michelstadt nach Bensheim auch ein paar unerwartete Überraschungen für mich bereit, über die ich aber im nächsten Blog berichten werde.

Kommentare   

 
#1 Siggi 2017-09-12 22:27
Hallo Klaus,
schöner Bericht und viel Spaß mit KB hoch3-Gesamtpaket.
Servus:Siggi
________________________________________________________

Hallo Siggi,

danke, hoffe jetzt natürlich auf einen langen und schönen "Indian Summer", damit ich noch ein paar Flugstunden in mein Flugbuch eintragen und noch einige Blogs über meine Erfahrungen schreiben kann.

Schöne Grüße

Klaus
 

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