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OpenVario - endlich geht es los

Veröffentlicht am 07. März 2015
Zugriffe: 1436

UL-Segelflug.de/images/TC_Kilo-Bravo_1429.jpgUngeduldig habe ich die letzten Tage auf die Auslieferung der bestellten Werkzeuge und Elektronikteile gewartet. Und wie immer, wenn man es "pressierlich" hat, dauert wieder einmal alles viel zu lange. Digitale Lötstation, Elektronik-Lötbesteck, Entlöt-Pumpe, LED Lupenleuchte, Dritte-Hand mit Lupe, Farnell-Elektronikteile, fast alles was zu meinem Bastler-Glück bislang noch fehlte, ist inzwischen eingetroffen. Es geht also endlich los!

Mit der neuen Digitalen-Lötstation sowie der großen Lupenleuchte mit 90 LEDs habe ich wohl eine gute Wahl getroffen, während die Dritte-Hand doch eher ein Missgriff war. Das Ding ist einfach viel zu klein und die Standfüße sind viel zu kurz. Dieses "Spielzeug" kippt sofort um, sobald ich die kleine Übungs-Platine in die beiden Halter klemme. Na gut, für 3,95 € hatte ich beim besten Willen auch nicht mehr erwarten können. Das hätte ich zuvor schon wissen müssen. Sieht auf dem Bild zwar brauchbar aus, aber beim ersten Einsatz werde ich schon eines Besseren belehrt. Völlig unbrauchbar für meine Zwecke!

UL-Segelflug.de/images/GT/Digitale-Loetstation.jpg

Die Digitale Lötstation sieht dagegen super aus und verspricht, dank gut leserlicher Digitalanzeige von Soll- und Ist-Temperatur, für meine OV-Bastelarbeit ideal zu sein. Zum Preis von 47,99 € kann man auch nicht meckern, obwohl es sich dabei mit Sicherheit um keine Profi-, sondern allenfalls um eine Heimwerker-Lötstation handeln dürfte. Doch für meine Zwecke zum Verlöten von drei PCBs, sicherlich eine gute und völlig ausreichende Investition.

Doch die ersten Lötversuche an meiner Übungsplatine des ausrangierten SAT-Receivers sind ernüchternd. Das Entlöten einzelner Bauteile mittels Entlötlitze ist so gut wie unmöglich. Ich verbrenne mir an der Litze zwar recht schnell die Finger, aber irgendwie scheint die Temperatur an der Lötspitze in keinster Weise mit der angezeigten IST-Temperatur überein zu stimmen. Kein Problem -denk ich mir zuerst- dann drehe ich die Temperatur für die Entlöterei auf 380°C hoch, doch auch danach gibt es keine nennenswerte Verbesserung meines Löt- bzw. Entlötergebnisses.

Irgendwann ist es mir dann mittels Lötbesteck und Haken doch noch gelungen, den ersten IC-Baustein mit seinen 24 Füßchen von der Leiterplatte zu entlöten. Doch beim Kontrollblick durch die Lupe stellt sich schnell heraus, dass ich "mit des Hebels Kraft", wohl auch die hauchdünnen Leiterbahnen aus der Leiterplatte herausgerissen habe.

Erneuter Versuch an anderer Stelle, diesmal soll es ein vierpoliger kleiner Stecksockel sein, der mittels "Durchsteck-Technologie" auf der PCB-Rückseite an drei Lötpunkten verlötet ist. Lange bevor das Lot an der ersten Lötstelle zu schmelzen beginnt, verbrenne ich mir bereits die Finger auf der anderen Platinenseite an den Sockel-Pins. Die erforderliche Temperatur kommt irgendwie am Lötpunkt nicht so richtig an, das dauert alles viel zu lange. Bevor das Lot am Lötpunkt auch nur ansatzweise flüssig wird, ist die Temperatur bereits am Ende des Pins und auf der anderen Seite angekommen. Beste Voraussetzungen also, um damit empfindliche Elektronikbauteile unbemerkt zu schrotten.

Temperaturkontrolle mittels IR-Temperaturmessgerät zeigt an der Lötspitze alles, nur nicht das was die Digitalanzeige auf der Lötstation mir vorgaukelt. Damit also Ende der ersten Übungsstunde und alles wieder eingepackt. Widerruf per Mail verschickt, Lötstation verpackt und ab damit dort hin, wo sie hergekommen ist. Die Suche nach geeignetem Lötwerkzeug geht jetzt erst mal weiter. Wahrscheinlich macht es (wieder einmal) keinen Sinn, hier am falschen Platz zu sparen.

Nach Informationsaustausch mit anderen OV-Elektronik-Bastlern ist jetzt klar, dass wohl alles nur mit einer Heißluft-Lötstation sauber und problemlos laufen kann. Also wieder einmal Web-Recherche, was es in dieser Richtung auf dem Markt so alles gibt. Auch hier werden die unterschiedlichsten Typen von knapp 40 € bis um die 500 € angeboten, was die Auswahl wieder einmal sehr erschwert. Eine Station mit vernünftigem Preis-Leistungsverhältnis scheint das folgende Gerät zu sein, das ich im Netz bei Henri-Electronic zum Preis von 169 € gefunden habe.

UL-Segelflug.de/images/GT/Heissluft-Loetstation.jpg

Ob ich damit richtig liege weiß ich jetzt natürlich (noch) nicht, aber vielleicht gibt es ja in dieser Richtung irgendwelche Erfahrungen seitens der vielen Elektronik-Freaks, die hierzu mit einem guten Kommentar am Ende des Blogs zur Meinungsbildung beitragen könnten.

Die neue 125 mm Kaltlicht LED-Lupenleuchte zum Preis von 49,99 € ist dagegen eine tolle Sache. Sie sorgt für gute Ausleuchtung des Arbeitsplatzes, hat eine vernünftig große Lupe mit 125 mm Durchmesser und somit guter Sicht auf das Werkstück.

UL-Segelflug.de/images/GT/LED-Lupenlampe.jpg

Doch leider gibt es hierbei auch ein kleines Manko, denn die Echtglas-Lupe mit 3 Dioptrien sorgt lediglich für eine 1,75 fache Vergrößerung, die für mein Alter nicht so ganz der Knaller sind. Die etwas teurere Variante mit 12 Dioptrien, wäre wohl auch hier die bessere Kaufentscheidung gewesen.

Hilfreich sind auf jeden Fall die kleinen Helfer, die ich mir als Lötbesteck mit diversen Haken und Löffel, gerade und gebogen angeschafft habe. Zum vorsichtigen Abheben von Kleinstbauteilen von der Platine, wenn das wirklich einmal sein muss. Bedingung dafür ist jedoch, dass das Lötgerät auch in der Lage ist, das Lot an allen Stellen gleichzeitig und sehr schnell zum Schmelzen zu bringen.

UL-Segelflug.de/images/GT/Loetbesteck_2179.jpg

Zwei Lötpinzetten tun ebenfalls recht gute Dienste, wenn es ums richtige Greifen der krümelkleinen Elektronikteile geht. Das Besondere bei Lötpinzetten sind die beiden überkreuzten Greifer, wodurch die Pinzette nicht zum greifen und festhalten von Teilen gedrückt werden muss, sondern zum öffnen und loslassen nach erfolgter Lötung.

Und mit der Entlötpumpe (ganz oben im Bild) kann man beim Entlöten von Teilen blitzschnell verflüssigtes Lot von der Lötstelle absaugen; somit ebenfalls ein für Lötarbeiten unentbehrliches Hilfswerkzeug.

Fazit:
Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass man bei der Anschaffung von Werkzeug nicht mit ein paar Euro knausern und sich lieber die bessere Variante gönnen sollte. Für passionierte Elektronikbastler wird sich diese Frage höchstwahrscheinlich überhaupt nicht stellen, die dürften vermutlich bestens ausgerüstet sein. Für "Selten-" oder "Einmal-Elektronikbastler", die das Werkzeug nur zum Bau des OpenVario-Computers kaufen müssen, bleibt als logische Konsequenz fast nur die Anschaffung im Team, um sich so die Kosten unter mehreren Gerätebauern aufzuteilen und die Gerätschaft gemeinsam oder reihum zu nutzen.

Wobei der Bau im Team bzw. in der Gruppe im Verein, mit Sicherheit die allerbeste Lösung wäre. Schließlich kann man dann die einzelnen Arbeitsschritte untereinander aufteilen und je nach persönlicher Qualifikation und Fähigkeiten auf die richtigen Leute verteilen.

 

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