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Ich habe verstanden.

Nein, es ist nicht übertrieben wie man sieht!

Veröffentlicht am 14. Januar 2015
Zugriffe: 5957

UL-Segelflug.de/images/TC/Epoxidharz-Allergie_Crown-Copyright-protected.jpgJeden scheine ich mit meinen Blogs noch nicht davon überzeugt zu haben, wie wichtig bei Laminierarbeiten und der Verarbeitung von Epoxidharz-Systemen die PSA (Persönliche-Schutz-Ausrüstung) ist. Zweifel an der Notwendigkeit scheinen aber ausschließlich die Kollegen zu haben, die bisher (vermeintlich) von Epoxidharz-Allergien verschont geblieben sind. Muss aber nicht so bleiben, das kommt ganz drauf an wie oft und wie lange damit herumhantiert. Aus diesem Grunde abschließend zum Thema noch etwas Anschauungsmaterial, wie so was aussehen kann. Glaube kaum, dass sich jemand solche unschönen Dinge wünschen könnte.

Ganz so schlimm wie in den nachfolgenden Bildern muss es ja nicht sein, aber etwas weniger ist auch schon genug. Unangenehm dürfte das Ganze aber auf jeden Fall sein und außerdem dürfte man als Betroffener lange daran "zu kauen" haben.

UL-Segelflug.de/images/GT/Epoxidharz-Allergie_Crown-Copyright-protected.jpg

Also geht es nochmals darum darüber nachzudenken, wie man sich am Besten gegen die entsprechenden allergene schützt. Handschuhe sind natürlich erst einmal das A&O beim Umgang mit Harzen und Härtern, darüber sind wir uns sicher alle einig. Dass es keine Einmalhandschuhe vom Discounter sein dürfen, hat inzwischen sicherlich auch jeder verstanden. Nitril-Handschuhe, müssen es schon sein, wobei es hierbei wohl auch unterschiedliche Ausführungen gibt. Wer längere Zeit mit Laminierarbeiten beschäftigt ist, der sollte sich die Handschuhe besser beim "Harz-Lieferanten seines Vertrauens" bestellen. Sicherlich auch eine recht unangenehme Sache, wenn man sich eine Latex-Allergie zugezogen hat, wie auf dem nachfolgenden Bild zu sehen.

UL-Segelflug.de/images/GT/Latex-Allergie_Copyright_Dandeam.jpgGT

Luftabsaugung in der Werkstatt ist natürlich eine feine Sache, aber dann sollte die Anlage die Luft nach unten absaugen. Harzdämpfe sind lt. Auskunft von R&G etwas schwerer als Luft und setzen sich im Raum nach unten ab. Mit Luftabsaugung in Form einer Küchendunst-Abzugshaube über dem Arbeitsplatz oder Abluft-Ventilator in der oberen Fensterecke der Werkstatt wäre das Problem natürlich auch nicht sauber gelöst.

Mit oder ohne Luftabsaugung: Für mich ist bei der Harzerei inzwischen das Atemschutzgerät genau so wichtig wie Nitril-Handschuhe, "Strampelmann" und selbstverständlich auch die geschlossene Augenschutz-Brille.

UL-Segelflug.de/images/GT/Klaus_in_Vollausruestung_2013.jpg

UL-Segelflug.de/images/HT/R+G_Sibol-Halbmaske_Copyright_R+G.jpgEine gute Wahl scheint hier auch die Sibol-Halbmaske 987 zu sein, die es z. B. bei R&G zum Preis von 22,37 € gibt. Die Maske kann mit Partikelfilter, Gasfilter oder Filterkombinationen bestückt werden (extra bestellen). Sie schützt somit gegen gesundheitsschädliche Schwebstoffpartikel, Gase und/oder Gemischen daraus. Der auf dem Gesicht aufliegende Maskenkörper ist aus anschmiegsamem, hautfreundlichem Neopren gefertigt. Der Preis für die Gesundheit liegt bei 22,37 € plus Filtereinsätze für 4,64 - 5,95 €/Stück.

Atemschutz-Masken gibt es natürlich auch von anderen Lieferanten/Herstellern oder im Baumarkt. Knapp 30 € für die eigene Gesundheit müsste das jedem schließlich wert sein.

Augenschutzbrillen beugen in erster Linie Verätzungen der Augen vor, wobei die Härter die gefährlicheren Komponenten sind. Insbesondere beim Umfüllen, Dosieren und Mischen kann schnell ein Spritzer in die Augen gehen, weshalb in der Werkstatt auch immer eine "saubere" Augenspülflasche zugänglich positioniert sein sollte, so wie es z. B. von den Berufsgenossenschaften bei Gewerbebetrieben vorgeschrieben ist.

Mit Harz/Härter verschmutzte Arbeitskleidung sollte schnellstmöglich gewechselt werden, ohne dabei mit den Verschmutzungen in Kontakt zu kommen. Aus diesem Grunde arbeite ich seit geraumer Zeit grundsätzlich nur noch mit Maler-Strampelmann über einer Arbeitskombi. Der kostet nicht die Welt und kann bei Verschmutzung "notfalls" einfach  aufgeschnitten und danach entsorgt werden.

Fazit
Die in diesem Blog gezeigten Bilder sollen keinesfalls den Eindruck erwecken, die von Epoxidharz-System ausgehenden Gesundheitsgefahren zu dramatisieren oder unnötige Ängste zu erzeugen.
UL-Segelflug.de/images/TC/Epoxi-Allergie_Dermatitis_acdface_Crown-Copyright-protection.jpgSicherlich sind die hier zu sehenden Hauterkrankungen auch Extrembeispiele, die, bei verantwortlichem Umgang mit Epoxidharz-Systemen, Farben, Lacken, Klebern, Reinigungsmitteln usw., sowie bei konsequenter Anwendung von empfohlenen Arbeitsschutzmaßnahmen und der Nutzung von Schutzausrüstung, sicherlich vermieden werden können. Text und Bilder sollen aber für die Thematik sensibilisieren und den einen oder anderen Kollegen, der es mit Schutzausrüstung vielleicht doch nicht so genau nimmt, zum Umdenken zu bewegen. Letztlich ist natürlich jeder Einzelne für seine Gesundheit selbst verantwortlich.

Vereinsvorstände und Werkstattleiter in den Vereinen sind aber sicherlich gut dabei beraten, in puncto "Arbeitssicherheit und Anwendung von Arbeitsschutzmitteln (PSA) in den Vereinswerkstätten" ein wachsames Auge zu haben und entsprechend Aufklärungsarbeit zu betreiben: Thema Vorstandshaftung?!

Kommentare   

 
#1 haui 2016-02-26 08:24
Hallo,

ich arbeite seit 6 Jahren in einem Unternehmen in dem Epoxidharz-Systeme verwendet werden.
Ich habe seit ca. 2 Wochen einen Ausschlag an den Händen und vereinzelt am ganzen Körper. Ich arbeite im Qualitätsmanagement und komme mit unausgehärtetem Harz nicht in Berührung. Ich habe als Laminierter in dieser Firma angefangen. Der Allergie findet bald statt..ich denke aber das sich meine Haut über die Jahre sensibilisiert hat. der Ausschlag ist jetzt nicht so gravierend aber eine Verminderung der betroffenen Stellen ist nicht in Sicht eher im Gegenteil. Anmerken möchte ich nur, dass auch Staub der kurz nach der Aushärtung des Laminats auf Dauer zu Sensibilisierung auf das Harz-Systeme führen kann. Epoxidharz also die Matrix und deren Bauteile härten erst nach 24 Stunden vollständig aus. Ich habe viele Fälle selber beobachtet wie diese Krankheit (Allergie) sich bemerkbar macht. Sollte es bei mir schlimmer werden muss ich meinen Beruf aufgeben.

Gruß
 

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