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Handbuch Flugzeugklassiker

Veröffentlicht am 24. November 2015
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http://UL-Segelflug.de/images/Teaser-Bild_Verlag_Handbuch_Flugzeugklassiker_Copyright_Heel-Verlag.jpgHandbuch Flugzeugklassiker
Von Aero 45 bis Zlin Z-43
Das Buch ist ein sehr umfangreicher und recht interessant gestalteter "Typenführer" für alle Hobby-Piloten, Luftfahrt- und Oldtimerenthusiasten. Wer lediglich eine redaktionelle Vorstellung einzelner Oldtimer und deren "Technischen Steckbrief" erwartet, der wird beim Lesen dieses aufwändig recherchierten Buches sicherlich überrascht sein. Schließlich ging es dem Autor Klaus-Jochen Rieger nicht nur um die Vorstellung einzelner Flugzeugtypen längst vergangener Zeiten, sondern auch um die damit verbundenen Geschichte der jeweiligen Flugzeugkonstrukteure in aller Kürze.
Nicht jedem dürfte bekannt sein, dass hinter groß klingenden und bekannten Namen von Flugzeugbaufirmen wie z. B. Cessna Aircraft Corporation und Piper Aircraft Corporation in den USA, oder Fiesler Flugzeugbau, Bücker Flugzeugbau und Bölkow Apparatebau in Deutschland, kleine Privatbetriebe standen, die meist von Einzelpersonen gegründet worden sind. Fast alle traditionsreiche Firmennamen gehen dabei auf ihre Gründer zurück, die Flugzeugbau zum Teil noch nicht einmal erlernt geschweige denn studiert hatten.

Clyde Vernon Cessna, der im Jahre 1911 in Oklahoma City als Zuschauer einen "Luftzirkus" (Flugtag) besuchte, hätte es sich wohl nicht träumen lassen, dass 100 Jahre später die Cessna Aircraft Company in Wichita, zu einem der führenden Flugzeughersteller herangewachsen sein könnte.

Gleiches dürfte auch auf Walter Beech und Lloyd Carlton Stearman zutreffen, die zwar anfangs mehrere Jahre mit Cessna gemeinsam Flugzeuge bauten, sich aber später mit jeweils eigenen Ideen verselbständigten. Stearman wurde aber letztendlich von Boeing "geschluckt".

Gerhard Fiesler erlente zunächst den Beruf des Buchdruckers und wurde im Ersten Weltkrieg zum Jagdflieger ausgebildet. Nach dem Krieg blieb er der Fliegerei treu und entwickelte und experimentierte mit Leidenschaft an technischen Lösungen für das Schleppen von Segelflugzeugen. Den ersten Flugzeugschlepp nach seiner Methode führte er selbst erfolgreich durch und legte somit den Grundstein für den heutigen Motorschlepp.

1930 erwarb er den "Segelflugzeugbau Kassel" und baute erfolgreich Segelflugzeuge, doch schon zwei Jahre später entstanden im eigenen Werk die berühmten Kunstflugzeuge "Tiger" und "Tigerschwalbe". Ab diesem Zeitpunkt widmete er sich ganz dem Bau von preiswerten Sportflugzeugen. Das wohl berühmteste Flugzeug von Gerhard Fiesler war der Fi 156 Storch, mit dessen Entwurf er im Frühjahr 1935 eine Ausschreibung gewann und sich damit souverän gegen konkurrierende Entwürfe wie die Focke-Wulf FW 186, die Siebel Si 201 sowie die Messerschmitt Bf163 durchsetzen konnte.

Carl Clemens Bücker, 1895 in Ehrenbreitstein bei Koblenz geboren, war im Ersten Weltkrieg Marineflieger. Danach arbeitete er mit Ernst Heinkel zusammen und sorgte über mehrere Jahre dafür, dass in Schweden deutsche Flugzeuge in Lizenz gebaut werden konnten. Seine eigentliche Ambition war jedoch, eine eigene Produktionsstätte zu errichten, was ihm am 3. Oktober 1933 in Berlin-Johannisthal mit der Bücker Flugzeugbau GmbH dann auch gelang. Um die Produktion ausweiten zu können, baute er bereits 1935 südlich von Berlin ein neues Werk, das er im Herbst 1935 bereits mit knapp 200 Beschäftigten beziehen konnte. Obwohl im Verlauf des Zweiten Weltkriegs zunehmend Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene im Werk eingesetzt waren, blieb Rangsdorf von Bombenangriffen der Alliierten völlig verschont. Im Frühjahr 1945 setzte sich die Bücker-Belegschaft rasch in den Westen ab, so dass die Flugzeugproduktion am 20. April 1945 eingestellt werden musste. Nur zwei Tage später marschierte die Rote Armee nach Rangsdorf ein und fand dort überraschend ein völlig intaktes Werk vor.

Bücker Jungmann, Bücker Jungmeisteroder Bücker Bestmann sind auch heute noch in Oldtimerkreisen begehrte Flugzeugtypen und auf Flugtagen gern gesehene Gäste.

http://UL-Segelflug.de/images/GT_DS-Handbuch-Flugzeugklassiker_Seite-54-55_Copyright_Heel-Verlag.jpg© Heel-Verlag / Blick ins Buch: Bücker-Jungmann und Bücker-Jungmeister

http://UL-Segelflug.de/images/GT_DS-Handbuch-Flugzeugklassiker_Seite-182-183_Copyright_Heel-Verlag.jpg© Heel-Verlag / Blick ins Buch: Stearman-Doppeldecker mit Typenbeschreibung

Über den Autor
Der Luftfahrtspezialist und ehemalige Bundeswehr-Pilot Klaus-Jochen Rieger verfolgt seit Jahren die Aktivitäten der kleinen, aber feinen Flugzeugoldtimer-Szene in Deutschland und Europa. In seinem Buch porträtiert der ehemalige Fluglehrer über 50 große und kleine, bekannte und weniger bekannte Hersteller und deren Maschinen. Den Schwerpunkt bilden dabei einmotorige Flugzeuge aus dem Bauzeitraum von Mitte der 40er bis Mitte der 70er Jahre. Jedes der im Buch bezeichneten und detailliert beschriebenen Flugzeugmuster ist noch zugelassen und wird noch aktiv geflogen.

Der ehemalige Buchpreis von 29,95 € ist derzeit auf 14,99 € reduziert und somit ein absolutes Schnäppchen, schließlich handelt es sich um keine Taschenbuch-Sonderausgabe, sondern um die gebundene Originalausgabe mit 208 Seiten und ca. 320 Farbabbildungen auf Glanzpapier, sowie einem kartonierten Einband mit Hochglanz-Farbdruck und Schutzumschlag.

- sehr empfehlenswert -

UL-Segelflug.de/images/Teaser-Bild_Verlag_Handbuch_Flugzeugklassiker_Copyright_Heel-Verlag.jpg

Klaus-Jochen Rieger
Handbuch Flugzeugklassiker
Von Aero 45 bis Zlin Z-43

 

HEEL-Verlag
ISBN: 978-3-86852-097-2
Einband: gebunden
Seitenzahl: 208
Abbildungen: ca.320 Farbbilder
Format: 210mm x 297mm
Erschienen: 2011
Preis: 29.95 € 14,99 €


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