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Neu am UL-Segelflughimmel - Luftikus 2

Veröffentlicht am 21. Dezember 2012
Zugriffe: 5144

http://UL-Segelflug.de/images/TC/Luftikus-2_5346.jpgNach der GFW-3 von Gerhard Wagner hat jetzt ein weiterer Leichtbausegler den UL-Segelflughimmel erobert. Mit dem Luftikus-2 von Michael Oswald aus Mittenwald kommt langsam Bewegung in die Typenvielfalt deutscher UL-Segelflugzeugkonstruktionen. Bereits sein Luftikus 1 war ein Erfolg, obwohl auch er bis heute ein Einzelstück geblieben ist. Ein unerbittliches Schicksal, das den meisten Amateurkonstruktionen beschieden ist.

Der Luftikus-1 entstand in der Zeit von 1990 bis 1993 in GfK-Positivbauweise in der heimischen Werkstatt von Michael Oswald in Mittenwald.

http://UL-Segelflug.de/images/GT_Luftikus-1_Dolmar-2011.jpgBild 1: Luftikus-1 von Michael Oswald, hier im Landeanflug beim Starr- und Nurflüglertreffen 2011 auf dem Dolmar

Technische Daten:

 Flugzeugtyp  UL-Segelflugzeug Luftikus-1
 Konstrukteur  Michael Oswald
 Hersteller  Amateurbau Michael Oswald
 Bauweise  GfK-Positivbauweise
 Zulassung  gem. LFG (120 kg-Klasse)
 Spannweite  12,30 m
 Flügelfläche  13,1 m2
 Rüstmasse  92 kg
 Max. Abflugmasse  176 kg
 Bestes Gleiten  20 bei 65 km/h
 Min. Sinken  0,8 m/s
 Vmin  40 km/h
 Vne  100 km/h
 V-Schlepp  60 km/h
 Startarten  F-Schlepp (Trike), Windenschlepp (Drachenflugwinde), Autoschlepp

Nach Aussage seines Konstrukteurs und Erbauers hat der Luftikus-1 extrem gutmütige Flugeigenschaften und lässt sich somit einfach fliegen.

Obwohl, oder vielleicht gerade weil der Luftikus-1 seit vielen Jahren problemlos fliegt, hat sich Michael an ein zweites Luftikus-Projekt gewagt, das die Flugeigenschaften des Luftikus-1 weit übersteigt.

http://UL-Segelflug.de/images/GT_Luftikus-2_5403.jpgBild 2: Luftikus-2 von Michael Oswald

Technische Daten:

 Flugzeugtyp  UL-Segelflugzeug Luftikus-2
 Konstrukteur  Michael Oswald
 Hersteller  Amateurbau Michael Oswald
 Bauweise  GfK/CfK-Wabenbauweise in Negativformen
 Zulassung  gem. LTF-L
 Spannweite  13,30 m
 Rüstmasse  119 kg
 Max. Abflugmasse  230 kg
 Bestes Gleiten    28 bei 75 km/h
 Min. Sinken    0,68 m/s bei 58 km/h
 Vmin    49 km/h
 Vne  145 km/h
 Bruchlast  +6 g /-4 g
 Startarten  F-Schlepp

Bereits im Jahr 2006 wurde der Luftikus-2 über die OUV dem Luftsportgeräte-Büro des DAeC gemeldet. Im nächsten Schritt wurde ein Modell im Maßstab 1:3 gebaut, das bereits bei den ersten Flugversuchen auf ein sehr gutmütiges Flugverhalten schließen ließ. Nach seiner Pensionierung als Polizeibeamter, im Februar 2009, konnte Michael endlich mit der Realisierung des manntragenden Luftikus-2 und dem Bau der erforderlichen Formen begonnen. Der Erstflug erfolgte im Frühjahr 2012, dem eine Reihe von Testflügen und Nacharbeiten folgten.

http://UL-Segelflug.de/Bild/GT_Luftikus-2_Jungfernflug_5337.jpgBild 2: Luftikus-2 beim F-Schlepp zum Testflug

Grundlage für den Bau waren die Größe der heimischen Werkstatt (5x5 m) sowie die Innenmaße des bereits vorhandenen Transportanhängers des Luftikus-1, um auf den Bau eines zweiten Hängers verzichten zu können. Aus diesem Grunde ist der Luftikus-2, im Gegensatz zu üblichen Segelflugzeugkonstruktionen, auch in mehrere Teile zerlegbar, nämlich in:

- Rumpfvorderteil
- Leitwerksträger
- HLW
- zwei Steckholme
- zwei Tragflächen-Innenteile  (je 2,5 m)
- zwei Tragflächen-Außenteile (je 1,3 m)

Um möglichst wenige Formen bauen zu müssen, sind die Halbschalen der Ober- und Unterseite des Rumpfvorderteils sowie des Leitwerkträgers und der Höhenleitwerkshälften spiegelsymmetrisch. Ein weiterer Grund für die Teilbarkeit war die Überlegung, das Flugzeug auch mit 75 Jahren noch alleine aufrüsten zu können. Jedes Einzelteil sollte gewichtsmäßig also auch im fortgeschrittenen Alter noch problemlos handhabbar sein.

Zwei Räder unter dem Rumpf hatten sich bereits beim Luftikus-1 als wertvoll erwiesen, da so beim Start auf einen Flächenmann verzichtet werden kann; selbstverständlich wurde dieses Konzept auch beim Luftikus-2 übernommen.

Anders als bei herkömmlichen Segelflugzeugkonstruktionen, werden die Tragflächen auf die am/im Rumpf befestigten Holmstummel aufgesteckt. Mittels zwei dünner Stahlseile, die jeweils in der Flügelnase und in der Flügelhinterkante verlaufen, werden diese dann an den Randbögen mittels Flügelschrauben verschraubt und gespannt.

http://UL-Segelflug.de/Bild/GT_Lftikus-2_Draufsicht-Steckholme.jpgBild 3: Luftikus-2 Steckholme mit aufgestecktem linken Flächen-Teilstück

http://UL-Segelflug.de/Bild/GT_Luftikus-2_Flächen-Holmtaschen_3765.jpgBild 4: Luftikus-2 Tragfläche mit Holmtasche

http://UL-Segelflug.de/Bild/GT_Luftikus-2_Flaechen-Belastungstest_0429.jpgBild 5: Luftikus-2 Tragflächen-Belastungstest

Die Testflüge im Jahr 2012 sind zufriedenstellend verlaufen, wenn auch im Winter noch ein paar konstruktive Nachbesserungen erfolgen sollen, insbesondere am Tragflächen-Rumpfübergang zur weiteren Reduzierung der Wirbelbildung. Für die neue Saison wünschen wir Michael Oswald weiterhin viel Erfolg und hoffen, den Luftikus-2 auf dem kommenden DULSV-Bundestreffen in Bad Sobernheim einmal life zu erleben.

Video 1 Flugerprobung

Video 2 Flugerprobung

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