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Der zweite Schritt in Richtung Zukunft: Archaeopteryx-Elektro

Veröffentlicht am 21. Dezember 2012
Zugriffe: 5495

http://UL-Segelflug.de/Bild/TC_Archaeopteryx-Elektro-Fotomontage/Ruppert-Composite.jpgEs ist nicht mehr als konsequent und war deshalb nur eine Frage der Zeit: Der Archaeopteryx wird mittels Elektro-Kraftpaket selbststartfähig. Und mit dem neuen E-Antrieb wird der dann nur rund 80 kg schwere Flugsaurier endlich auch für Flachlandflieger interessant. Je nach Leistung des verwendeten Accus wird das gesamte Antriebspaket das Rüstgewicht des Archaeopteryx um ca. 20-24 kg erhöhen und eine Steigleistung von ca. 2 m/s ermöglichen.

Konzeptstudien für die Elektrifizierung des Leichtbauseglers Archaeopteryx lieferten Studenten der School of Engineering Winterthur (ZHAW). In Zusammenarbeit mit Ruppert-Composite realisierten dann im zweiten Schritt David Braig und Thomas Hewel ein zweimotoriges Konzept für den Ur-Prototyp des Archaeopteryx und schrieben darüber ihre ZHAW-Bachelorarbeiten.

Für die praktischen Flugversuche wurde der Archaeopteryx Ur-Prototy von 2003 mit zwei schnelladaptiven Elektro-Pods bestückt, die einfach unter die Tragflächen gesteckt werden konnten. Damit war der Arche-Oldie selbststartfähig. Mit den Flugversuchen konnte so der Nachweis erbracht werden, dass mit relativ geringem Aufwand und vertretbarem Zusatzgewicht, der fußstart- und fußlandefähige Archaeopteryx zum Eigenstarter weiterentwickelt werden kann. Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus diesem Elektroprojekt flossen zwischenzeitlich in die grundlegende Neukonzeption der jetzt in Entwicklung stehenden Elektro-Adaption für den Serien-Archaeopteryx ein.

http://UL-Segelflug.de/Bild/HT_Archaeopteryx-Elektro_Versuchsflugzeug-1.jpghttp://UL-Segelflug.de/Bild/HT_Archaeopteryx-Elektro_Versuchsflugzeug-2Bild 1 & 2: Ur-Prototyp von 2003 mit zwei unter den Tragflächen angesteckten E-Antrieben

Bereits im Winter 2012/2013 entwickelt Ruppert-Composite in Zusammenarbeit mit Dr. Martin Hepperle, Leomotion und Flytec, einen speziellen Elektroantrieb für den Archaeopteryx. Schon jetzt ist klar, dass das System adaptiv sein wird. Das soll nichts anderes bedeuten, als dass auch früher gebaute Archaeopteryxe nachträglich problemlos mit dem Elektroantrieb aus- bzw. nachgerüstet werden können. Auf Wunsch können Neukunden somit zuerst die reine Seglerversion bestellen und erst später bei Bedarf das E-Kit nachrüsten.

http://UL-Segelflug.de/Bild/HT_Archaeopteryx-Elektro_Fotomontage_0803.jpgBild 3: Archaeopteryx-Elektro Eigenstart mit laufendem Triebwerk (Fotomontage: UL-Segelflug.de)

Entsprechend dem bekannt flexiblen, einfachen und schnellen Handhabungskonzept des Archaeopteryx, wird auch bei der Konstruktion der Elektro-Aufstiegshilfe vom Entwicklerteam strikt darauf geachtet, dass eine einfache und schnelle Montage/Demontage möglich ist. Ziel dabei soll sein, dass der Segler mit wenigen Handgriffen zum Elektrosegler aufgerüstet, oder wieder zum reinen Segler zurückgerüstet werden kann. Dabei verbleiben nur wenige Teile fest eingebaut im Flugzeug, was das Flugzeuggewicht nur unwesentlich erhöht.

http://UL-Segelflug.de/images/gt-arche-elektro2-zentral-3538.jpg Bild 3: Archaeopteryx-Elektro Eigenstart mit abgestelltem Triebwerk (Fotomontage: UL-Segelflug.de)

Die Auslegung des speziellen Propellers und des Motors werden nicht nur aufeinander abgestimmt, sondern selbstverständlich leistungsmäßig für den Archaeopteryx optimiert. Der Propellerwirbel bleibt leistungsgünstig unter dem Leitwerk und die Propellerblätter falten sich bei abgestellter Antriebseinheit aerodynamisch vorteilhaft in den Strömungsnachlauf der Cockpitverkleidung.

Da es in der Schweiz bisher jedoch noch nicht erlaubt ist, Leichtflugzeuge wie den Archaeopteryx mit einem Motor auszurüsten, muss Ruppert hierzu erst noch einen Entscheid des Schweizer Bundesrates abwarten, dieses Verbot endlich aufzuheben und sich europäischen Gegebenheiten anzupassen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Schweizer Behörden hierbei an der deutschen LTF-L orientieren, denn damit wäre das Problem vom Tisch. Schließlich ist das Schweizer Verbot längst überaltert und steht modernen, energetisch sparsamen Neuentwicklungen nur im Wege. Die Zeichen hierfür stehen gut, schließlich hatte das Schweizer Luftamt (BAZL) 2012 dem zweimotorigen Ur-Archaeopteryx unkompliziert die Erprobungsbewilligung als Elektrohängegleiter erteilt.

Die neue Antriebseinheit soll bereits im Frühjahr 2013 zur Verfügung stehen, also rechtzeitig zum Beginn der Flugsaison 2013. Der erste Archaeopteryx-E kann bereits auf der AERO 2013 in Friedrichshafen besichtigt werden.

Mein erster Flug im Archaeopteryx
Erster Arche-Flug aus Sicht kritischer Bodenbeobachter
UL-Segelflug.de: Klaus Burkhard fliegt Probe
Faszination der Langsamkeit (segelfliegen-magazin 5-2012)

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