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Ich habe verstanden.

Flutsch war die Propellerbremse inaktiv

Veröffentlicht am 19. September 2017
Zugriffe: 566

http://UL-Segelflug.de/images/stories/S-Y-E/1701_Propellerbremse_defekt/TS_Klaus_KB3_JU-Hintergrund.jpgMeine ersten "Odenwald-Streckenflüge" hatten es wirklich in sich. Erst der abgebrochene Hecksporn, dann beim Ausstieg die katapultartige Beschleunigung zurück in den Pilotensitz mit hartem Aufschlag. Dazwischen hat dann zu allem Übel auch noch der Bowdenzug zur Propellerbremse den Geist aufgegeben, so dass ich entgegen meiner Absicht, mit aufgefaltetem und drehendem Propeller landen musste. Eigentlich wollte ich am Bensheimer Flugtag ja mit abgestelltem Motor und zugefaltetem Propeller landen, aber beim Ziehen der Propellerbremse ging der Hebel nach kurzem Widerstand plötzlich bis zum Anschlag.

Mein erster Gedanke: Bowdenzug gerissen! Nach Kontrolle am Boden hat sich aber sofort gezeigt, dass der Bowdenzug selbst noch in Ordnung war, lediglich der angelötete Nippel am Propellerbremsengriff war abgegangen. Da ich von der Einlöterei selbst nicht so viel halte, war mein erster Gedanke der Kauf eines neuen Bowdenzugs im örtlichen Fahrradladen in Michelstadt. Dort war allerdings so viel Kundschaft, dass ich erst mal nach Hause gefahren bin und mir eine andere und kostengünstigere Lösung überlegen wollte.

Da nach einigen Überlegungen wohl die bessere, einfachere und billigere Lösung des Problems ein Schraubnippel sein müsste, kam mir spontan die Nutzung einer Lüsterklemme in den Kopf. Fündig wurde ich in meinem Materialkeller in der Elektrokiste, in der ich verschiedene Größen an Lüsterklemmen bevorratet habe. Natürlich konnte für meine Zwecke nur ein Teil des Messing-Schraubeinsatzes Verwendung finden, schließlich ist der Platz am/im Griff sehr begrenzt.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/S-Y-E/1701_Propellerbremse_defekt/HT_D-MZKB_Propellerbremse-Bowdenzug-Schraubnippel.jpgAlso habe ich aus einer Leiste 1,5 mm2 Lüsterklemmen einen Einsatz herausgetrennt und in der Mitte abgesägt. Kanten auf der Oberseite etwas abgefeilt und abgerundet, damit der Nippel in die Aussparung am Bremsgriff passt, Klemmschraube um ca. 2 mm abgefeilt und fertig war der neue Schraubnippel für die Propellerbremse.

Die ganze Reparatur war somit in ca. 1/2 Stunde erledigt und die Bremse funktioniert jetzt wieder einwandfrei.
Fazit: etwas Zeitaufwand und null Kosten. Und vermutlich hält der Schraubnippel auch noch besser als die gelötete Variante.

Für Techniker ist die zuvor beschriebene Reparatur natürlich eine ganz banale Sache, über die man eigentlich nicht schreiben muss. Vielleicht erinnert sich aber der eine oder andere "Nicht-Techniker" einmal an diese Reparaturmöglichkeit, bevor er im Bedarfsfall zur relativ teuren Variante des Bowdenzugaustauschs greift, den man dann meist auch nicht sofort und an jedem Flugplatz zur Verfügung hat. Eine passende Lüsterklemme ist dagegen mit Sicherheit in jeder Flugplatzwerkstatt aufzutreiben.

 

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