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PLB - Kostengünstige Alternative zum ELT

Veröffentlicht am 20. Mai 2018
Zugriffe: 317

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1801_PLB_Alternative_zum_ELT/TS_PLB_FastFind-220.jpgEin ELT ist sicherlich eine gute und vernünftige Investition, wenn man nach einer Notlandung in unwegsamem Gelände möglichst schnell gefunden werden will. Das Problem für uns als 120 kg-Flieger: Die Dinger sind recht schwer und brauchen genügend freien Raum für den Festeinbau. Ganz nebenbei sind ELTs sowohl in der Anschaffung, als auch im Unterhalt bekanntlich keine "Billigheimer". Eine kostengünstige Alternative zum ELT ist sein kleiner Stiefbruder PLB (Personal Locator Beacon). Und der ist beim günstigsten Lieferanten bereits für 220 € zu bekommen.

Einziger "Schönheitsfehler" des 106 x 47 x 34 mm großen und nur 152 g schweren Zwergen ist, dass er sich im Falle eines Crashs nich selbsttätig aktiviert. Das PLB muss im Notfall vom Nutzer eigenhändig aktiviert werden. In Anbetracht der Tatsache, dass meine Kilo-Bravo jedoch mit einem Rettungsgerät ausgestattet ist, kann ich mit diesem kleinen Manko prima leben.

Im Gegensatz zum ELT braucht ein PLB im Fluggerät weder fest installiert, noch von einem Prüfer abgenommen oder regelmäßig überprüft oder gewartet werden, was weitere Kosten spart. Wie ELTs, sind selbstverständlich auch PLBs registrierungspflichtig, wobei dies in Deutschland derzeit noch nicht möglich ist. Ist aber vielleicht auch gut so, denn bei uns würde eine Registrierung mit großer Wahrscheinlichkeit wieder nicht unerhebliche Registrierungskosten sowie jährliche Frequenznutzungskosten nach sich ziehen, obwohl ich mit meinem PLB höchstwahrscheinlich (hoffentlich) die 406/121,5 MHz-Sendefrequenzen niemals nutzen werde.

Folglich wird das PLB bei der Royal Coast Guard in Großbritannien registriert, was erstens keine Anmeldegebühren und zweitens keine jährlich wiederkehrende Frequenznutzungsgebühren nach sich zieht.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1801_PLB_Alternative_zum_ELT/HT_FastFind-220_Videolink.jpgDer im FastFind 220 eingesetzte Lithium-Akku hat eine Laufzeit von sechs Jahren und muss danach ausgetauscht werden. Einmal in Betrieb gesetzt, sendet das Gerät für mindestens 24 Stunden die personifizierten Gerätedaten sowie die auf wenige Meter genauen Positionsdaten aus.
Wie der FastFind 220 PLB funktioniert, wird sehr anschaulich in einem kurzen Video derklärt, das mit einem Klick auf das nebenstehende Bild abgerufen werden kann.

Inzwischen habe ich mir mein persönliches PLB bereits angeschafft und die Registrierung bei der Royal Coast Guard online beantragt. Die Registrierungsbestätigung kann zwar bis zu zehn Wochen in Anspruch nehmen, aber die Funktion des Gerätes ist bereits jetzt gewährleistet. Im Bedarfsfall würde der für die Region zuständige nationale Rettungsdienst auf jeden Fall sofort benachrichtigt werden, was ich jedoch hoffentlich nie in Anspruch nehmen muss.

 

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