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Ich habe verstanden.

Kilo-Bravo mit neuem Farbdesign

Veröffentlicht am 07. Oktober 2018
Zugriffe: 1102

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/TS_D-MZKB_Farbdesign.jpgEigentlich wollte ich auch beim Farbdesign für meine Kilo-Bravo3 beim gewohnten "weiß/blau" bleiben. Dann kamen mir irgendwann aber doch Bedenken, ob sich hell- und dunkelblaue Flächen mit Carbon bzw. mit dem bei der Zellenherstellung zur Anwendung kommenden Epoxydharz überhaupt vertragen. Temperaturmessungen auf unterschiedlich lackierten Testflächen haben meine Befürchtungen dann auch sehr schnell bestätigt.

Bei praller und direkter Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten würden blaue Farbflächen die maximal zugelassene Temperatur im Laminat wohl drastisch übersteigen. Mit dieser Erkenntnis musste mich somit mental auf ein neues und "nicht-blaues" Farbdesign einstimmen.

Nur ein helles "Gelb" gab die Gewähr, die Laminattemperatur im technisch erlaubten Temperaturbereich zu halten. So fiel die Wahl letztendlich auf RAL 1021, ein helles und frisches "Kanarien-Gelb". Vor den ersten Probelackierungen am Objekt hatte ich mein Vorhaben natürlich auch mit Peter Schneider und Pavel Pajer diskutiert und mir von Pavel den Harz-Hersteller und die Typenbezeichnung des verwendeten Epoxydharzes geben lassen. Außerdem hatte mir Pavel mitgeteilt, dass "GELB" explizit erlaubt sei.

Im ersten Versuch habe ich dann die beiden Flächenenden gelb lackiert und nach der Trocknung Temperaturmessungen über mehrere Tage durchgeführt. Bei wolkenlos blauem Himmel und direkter Sonneneinstrahlung lag die Oberflächentemperatur in den gelben Bereichen durchgängig um ca. 10°C bis 12°C höher, als auf den daneben liegenden weißen Flächen, selbst bei unterschiedlichen Umgebungslufttemperaturen. Somit konnte ich mich beruhigt an die endgültige Umsetzung meiner neuen Designvorstellung machen. Natürlich werde ich die Temperaturentwicklung auch über die kommenden Saison penibel im Auge behalten.

Ein paar letzte Feinheiten stehen zwar noch aus, aber an denen feile ich derzeit bereits herum. So sitzen z. B. die beiden Wettbewerbskennzeichen an den Seitenleitwerken jetzt natürlich optisch viel zu hoch, was natürlich nicht so gut aussieht. Neue Klebebuchstaben sind jedoch bereits bestellt, so dass ich die alten Buchstaben in den kommenden Tagen entfernen und die neuen WBKs neu platzieren kann.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/GT_D-MZKB_Farbdesign.jpghttp://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/GT_D-MZKB_Farbdesign_backside-view.jpg

Leider hat auch die Flugsaison 2018 mit meiner Kilo-Bravo3 erst mit reichlich zeitlicher Verspätung am 11. September begonnen. Noch einmal vier Wochen später als in der Saison 2017. Somit bereits die zweite Flugsaison in Folge, in der ich leider nicht auf meine "fliegerischen Kosten" gekommen bin. Bleibt zu hoffen, dass der Wettergott ein Einsehen mit mir hat und er uns am neuen Standort noch mit vielen schönen Altweibersommer-Flugtagen verwöhnen wird. Damit kommt dann auch wieder Leben auf die Website, worauf viele Websitebesucher seit längerer Zeit bereits ungeduldig warten.

Den ersten kleinen Saisonausklangs-Thermikflug von 35 Minuten Dauer, natürlich mit abgestelltem Motor, habe ich letzte Woche auch noch machen können. Allerdings nicht mit eingeklapptem Faltpropeller, sondern mit weiterlaufendem, weil nicht bremsbarem neuen Helix-Festpropeller. Und meine esa TEK-Düse war zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht installiert, so dass mein LX-Helios, weil nur am Statik-Druck des werkseitig eingebauten Pitotrohres angeschlossen, natürlich unbrauchbare Steigwerte geliefert hatte. Aber auch dieses Manko ist inzwischen bereits Geschichte, wie auf den oberen Bildern gut zu sehen ist. Und seit dem Einbau der TEK-Düse funktioniert mein Helios E-Vario gewohnt perfekt.

Demnächst werde ich dann auch das werkseitig verbaute Pitotrohr sowie den schwarzen Gummipfropfen entfernen. Dann kann ich auf den runden, ca. 50 mm langen Rohrstummel ein entsprechendes Kunststoffrohr schieben, das im Sommer als ideale Luftzufuhr und Haubenbelüftung dienen wird.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/GT_D-MZKB_Altstadt-Schaerding.jpg
Die Altstadt von Schärding in Oberösterreich - schöne Kulisse zum verspäteten Saisonauftakt, die sich auch noch wunderbar auf der rechten Fläche spiegelt.

Natürlich hatte ich mich in der nicht fliegbaren Abstinenzzeit auch weiterhin mit meiner Kilo-Bravo3 beschäftigt und einige Modifikationen durchgeführt, nämlich:

1. Die Verlegung des Choke vom Knüppel auf die linke Seite hinter den Gashebel, eine ergonomisch sehr angenehme Position.

http://UL-Segelflug.de/Ach ja, einen kleinen Thermik Fluig mit abgestelltem Motor von 35 Minuten Dauer, habe ich letzte Woche auch schon machen können. Allerdings nicht mit abgebremstem Faltpropeller, sondern mit weiterlaufendem/ungebremstem Helix-Festpropeller.

2. Die Neupositionierung meiner Rückenlehne, um endlich genügend Kopffreiheit zur Haube zu bekommen. Dazu musste ich die beiden Schlitzbleche aus der Sitzschale ausnieten und an neuer Position um das Maß eines Schlitzabstandes weiter vorne neu vernieten. Schlitz mit einem 4 mm Bohrer aus der Sitzschale ausfräsen - fertig. Damit hat sich zwar auch meine Liegeposition etwas verstärkt, aber die neue Sitz-/Liegeposition ist so für mich optimal und wie von Zeiten meiner SB 5 gewohnt. Einfach super bequem.

3. Den Einbau eines Hebels zum problemlosen Öffnen der Kabinenhaube von innen, ohne die Haube immer mit der flachen Hand am Plexiglas oder am Fensterausschnitt hochdrücken zu müssen. Hierfür wurde der Verriegelungshaken ausgenietet, neu aufgeklebt und der Handhebel aus 30 x 3 mm Alu mit zwei Senkkopfschrauben M4 und zwei Hutmuttern mit dem Rahmen fest verschraubt. Der Hebel ist zweifach gekröpft und bis an das Plexiglas weiter geführt. Damit übertragen sich die Hebelkräfte beim Öffnen der Haube auf den Rahmen ganz außen, so dass nur noch sehr geringe Biegekräfte an dem hauchdünnen Rahmenmaterial weiter innen auftreten. Andernfalls würde sich der Verriegelungshaken beim Öffnen wohl im Loch verkanten.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/GT_D-MZKB_Haubengriff-innen.jpg

4. Die Fertigung einer neuen Akku-Halterung, mit der mein Akku jetzt tiefer unten sitzt und besser aus- und eingebaut werden kann.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/HT_D-MZKB_Akku-Halterung.jpg http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/HT_D-MZKB_Akku-Halterung_eingebaut.jpg

5. Austausch des Starter-Relais zur Vermeidung eines möglichen Anlasserschadens, wie er bereits an mehreren Fluggeräten (Song, Swan, Trikes und Motorschirmen) aufgetreten ist.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/GT_D-MZKB_Starterrelais-neu.jpg

6. Anfertigung und Einbau einer Funkgeräte-Halterung auf der rechten Cockpitseite.

http://UL-Segelflug.de/images/stories/Blogs/2018/1802_Kilo-Bravo_neues-Farbdesign/GT_D-MZKB_Funkgeraetehalterung.jpg

7. Einbau eines PTT-Schalters am Knüppel, damit die Fummelei am Handfunkgerät endlich vorbei ist und problemlos gefunkt werden kann.

8. Einbau einer externen Funkantenne hinter der Kabinenhaube. Während ich zuvor mit meiner Yaesu-Handfunke am Gurtzeug ständig Probleme hatte, ist mit der neuen Antenne eine Verständigung mit meinem Heimatplatz jetzt aus 20 km Entfernung (600 m/GND) störungsfrei möglich.

Und das ist natürlich noch nicht alles. Im Moment bin ich gerade dabei, die beiden Kühler-Lufteinlässe mit regulierbaren Klappen auszurüsten, damit ich auch bei geringeren Motordrehzahlen eine optimale Motortemperatur sicherstellen kann. Trotz nachgerüstetem Thermostat komme ich nach der Sommerhitze fast durchgängig auf Motortemperaturen von lediglich 50 - 65°C, während im Landeanflug bei Leerlaufdrehzahl die Temperatur sogar auf bis zu 40°C zurück geht. Ein Verschließen des oberen Luftkanals hat zwar die Motortemperatur zumindest beim Start auf 72°C erhöht, aber bei Reduzierung auf 6.800 Umdrehungen und darunter, geht die Motortemperatur sofort weiter zurück. Das Hauptproblem sehe ich beim Fliegen ohne Kühler-Klappen aber darin, dass beim Abstellen des Motors in der Thermik, der Motor innerhalb von 1-2 Minuten auf Außentemperatur abkühlt. Letzte Woche beim Thermikflug bis 1.400 m/MSL waren das dann in kürzester Zeit nur noch +2°C. Beim späteren Wiederstart des Motors ist es dann natürlich nicht möglich, den Motor im Leerlauf auf eine vernünftige Betriebstemperatur zu bringen, ohne den Gashebel merklich nach Vorne zu verschieben, was für den Motor auf Dauer sicherlich nicht von Vorteil sein dürfte.

Mit zwei handverstellbaren Klappen über Seilzug wird es dagegen möglich sein, den Motor im Fluge bei geschlossenen Klappen zu starten und warmlaufen zu lassen, bevor wieder behutsam Gas gegeben wird. Danach können die Klappen entsprechend der aktuellen Motortemperatur bedarfsgerecht geöffnet oder auch wieder mehr geschlossen werden. Und in der kälteren Jahreszeit sind die Klappen auf jeden Fall auch dann sinnvoll, wenn der Motor im Flug nicht abgestellt, sondern lediglich mit reduzierter Motorleistung im Reiseflug auf Strecke gegangen wird.

Sobald die beiden Klappen sowie die Handverstellung eingebaut und die ersten Testflüge positiv verlaufen sind, werde ich in einem gesonderten Blog darüber berichten.

Und wenn es dann ganz kalt und vermutlich viel zu schnell wieder Winter wird, komme ich vielleicht auch endlich zur Fertigstellung meiner neuen Website "UL-Motorsegelflug.de", die schon viel zu lange auf ihre Fertigstellung wartet.

Kommentare   

 
#1 werner metzger 2018-10-12 22:15
Hallo Klaus,
finde ich toll, dass du die Farbe ändern musstest, sehr schönes Design.!!
Wurde auch Zeit, dass du dich wieder mal zurück meldest, wie geht es dir.
Schöne Grüsse aus dem Hotzenwald
Werner
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Hallo Werner,
freut mich, dass dir mein neues Farbdesign gefällt.
Inzwischen habe ich auch das letzte Feintuning durchgeführt, demnächst neue
Fotos dazu.
Inzwischen geht es mir wieder gut, nachdem ich endlich auch wieder mal Höhen-
luft schnuppern konnte.

Schöne Grüße aus Bad Füssing

Klaus
 

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